Forschung

 

 

    Fachbereiche

 

 

            Archiv

 

 

        Philosophie

 

 

    Verwaltung

 

 

       Kontakt

 

Urbaner Raum steht seit jeher im Fokus von Künstler- und Forschergruppen, so auch gegenwärtig jene die sich mit den Fragen: wie performative Techniken zur Erzeugung und Gestaltung von Öffentlichkeit im urbanen Raum genutzt werden können.

Außerdem werden Fragen, wie Gruppendynamische Prozesse die Handlungsfähigkeit entfalten und Denkprozesse in Gang setzen, in den gegenwärtigen Projekten und Forschungen hier am Institut gestellt.

Seit einiger Zeit wird der Ruf nach Künstlerisch- Wissenschaftlicher Forschung immer stärker, künstlerisches Arbeiten als Forschung zu begreifen hat eine Lange Tradition. Paul Feyerabend betont in „Wissenschaft als Kunst“ die enge Verknüpfung beider Disziplinen seit der Antike. Beuys führte die Traditionslinie weiter (er prägte den Begriff „Soziale Plastik“ und den Ausspruch „jeder Mensch ist ein Künstler“) und sah, das die Wissenschaft mittels Künstlerischer Forschung in ein Organisch ganzes zu reintegrieren sind. Nun, Jahre später und angekommen im 21.Jhd, geht es um Übergänge und Kooperationen, Transdisziplinarität ist in aller Munde. Ganz Praktisch, denn da knüpfen wir an die schon vorab gestellten Fragen wieder an, das heißt im Zusammenschluss, unterschiedlicher Disziplinen heraus, sich dem Themengebiet stellen.

 

 

 

Beobachtung bedeutet die aktive und intensive Auseinandersetzung des Beobachtenden mit der Beobachtungssituation und den Interaktionspartnern. Hinzu kommt hier die Reflexion der eigenen Beobachterrolle. Diese dient als Methode der Selbstbeobachtung und steht im Fokus der Forschung des Institutes für Körper und Raum – Wahrnehmung und Denken.

 

Der immer wechselnde Blickwinkel ist es, welcher den Künstler zu einem Zeitgemäßen Beobachter macht.

Die Auseinandersetzung mit Girogio Agambens Essay What is the contemporary? ermöglichte es uns, das Zeitgemäße mit einem neuen Blick zu erfassen. Hierfür wurde man eingeladen, sich auf eine gewisse Metaebene zu begeben, also auf eine übergeordnete Sichtweise.

 

Jene Individuen, die komplett in ihr jeweiliges Bezugssystem eingebunden sind und sich mit diesem nahezu vollständig identifizieren, bezeichnet man als non-contemporaries – nicht-kontemporäre Individuen.

Oft wirkt es zunächst einmal so, als hätten wir etwas an einem Problem geändert, gelöst, überwunden. Stattdessen erleben wir die Wiederkehr des Konfliktes, in einem sich ständig verändernden Gewand.

 

Wir halten fest; das Zeitgemäße ist immer das, was gerade im Moment ist! Und trotzdem ist unsere Zeit, die Gegenwart, nicht nur die entfernteste, sondern auch die von uns allen am schwersten erreichbare.

Diese Widersprüchlichkeit offenbart sich sehr schön am Bsp. von Modetrends; sobald ein Trend aufkommt und In ist, ist er auch schon wieder Out.

 

Das Institut bewegt sich zwischen Fiktion und Realität. Durch ein gemeinsames Interesse am Menschen und der Förderung seiner Potenziale entstehen die hier zu sehenden Projekte.

Eine stetig wechselnde Perspektive der Mitwirkenden, Teilnehmer und Mitarbeiter hält das Institut in einem Transformationsprozess!

 

All das oben erwähnte kann vertraut oder aber befremdlich klingen, die Erfahrungen und Ideen fließen nun in die nebenstehenden Projekte.

 

Copyright © 2016 Institut für Körper und Raum - Wahrnehmung und Denken